Entstehungsgeschichte des Hauses
Die Entstehungsgeschichte des Hauses der Begegnung ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie viel ehrenamtliches Engagement bewirken kann. Nur durch die beharrliche Arbeit des AWO-Ortsvereins Mühldorf, dem Träger des Hauses, über viele Jahre hinweg, konnte diese Einrichtung in Mühldorf aufgebaut werden.Der Ortsverein der AWO Mühldorf wurde im Jahr 1948 gegründet. Damals stand die Hilfe für Arme im Vordergrund der Vereinstätigkeit. Es wurden vor allem Lebensmittelpakete verteilt und eine Wärmestube eingerichtet.
Der Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim wurde bereits im Jahr 1956 laut. Doch die Kosten dafür waren zu hoch.
So wurde eine Losbude gezimmert, um damit auf dem Mühldorfer Volksfest einen Glückshafen zu betreiben und Geld zu verdienen. Dieses Vorhaben hat sich gelohnt. Über 20 Jahre lang wurde der Erlös gespart. Mit einer beachtlichen Summe trat die AWO dann im Jahr 1978 an den Bürgermeister der Stadt heran und bat um weitere Unterstützung zum Bau eines Vereinsheimes.
Beeindruckt von der Leistung der engagierten AWO stellte die Stadt ein Grundstück auf der Wies zur Verfügung. Mit vereinten finanziellen Kräften des AWO Ortsvereins Mühldorf, des AWO-Kreisverbandes Mühldorf, von Stadt und Landkreis Mühldorf und nicht zuletzt durch eine kräftige Finanzspritze von Aktion Sorgenkind konnte dann 1979 mit dem Bau begonnen werden. Und es wurde nicht nur ein Vereinsheim für die Mühldorfer AWO errichtet, sondern eine lebendige Begegnungsstätte für alle Generationen.
1982 wurde das Haus der Begegnung eröffnet. Im Jahr 2007 wurde das 25jährige Jubiläum mit mehreren Festveranstaltungen gefeiert.
Chronik 1982 - 2008
1982 Eröffnungsfeier.Einzug des Seniorenclubs „Die Silberdisteln“ und der Seniorentanzgruppe ins Haus der Begegnung. Aufbau eines umfangreichen Kursprogramms für Familien, Senioren, Behinderte und Nichtbehinderte. Organisation von Mutter-Kind-Gruppen: Stillgruppe, Krabbelgruppe, Zwergerlgruppe, Spielgruppe, Eltern behinderter Kinder. Beginn der Frühjahrs- und Herbstbasare für Kinderkleider und Spielsachen.
1983 Planung und Einrichtung einer Heilpädagogischen Tagesstätte.
Initiative zur Beschäftigung von schwervermittelbaren Arbeitslosen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt.
1984 Beratung und Hilfe für sprachauffällige Kinder in den Kindergärten des Landkreises (Sprachförderungsprojekt).
Aufbau und Einrichtung der Schülerhilfe Mühldorf und der Jugendarbeitsgemeinschaft für Umwelt und soziale Aufgaben (JAGUS).
Aufbau des mobilen Hilfsdienstes für Senioren und Behinderte (Fahrdienste, kleine Hilfen im Haushalt, Besuche, Hilfe bei Behörden, Besorgungen).
1985 Aufbau einer Jugendgruppe mit sozialpädagogischer Betreuung,
Beschäftigung von Behinderten in sozialen und therapeutischen Fördermaßnahmen.
1986 Eröffnung einer Kinderkleidertauschzentrale
1986 Beginn der Ferienaktionen für Mühldorfer Kinder (Zirkus, Olympiade, etc.).
1987 Aufbau von Schülerhilfen in Ampfing, Haag, Schwindegg und Waldkraiburg
1988 Einrichtung des Kinderhortes in Mühldorf
1989 Einrichtung der Frühförderstelle in Mühldorf
Umzug der Heilpädagogischen Tagesstätte in neue Räume.
1990 Treffpunkte und Kurse zum „Neuen Start“ für Familien-Frauen.
1991 Planung einer Heilpädagogischen Tagesstätte in Waldkraiburg
1992 Gründung eines Fördervereins für das Familien- und Bürgerzentrum „Haus der Begegnung“
1993 Übergang der Trägerschaft des Hauses der Begegnung vom Bezirksverband Oberbayern an den Ortsverein Mühldorf der Arbeiterwohlfahrt.
1993 Stadt und Landkreis Mühldorf treten neben Träger- und Förderverein verstärkt für das Haus ein.
1994 Im Jahr der Familie: Eröffnung einer Spielstube (Kleinkinderbetreuung)
1996 Ein neuer Bus von Aktion Sorgenkind bringt „Familien in Fahrt“,
Der Blindenstammtisch etabliert sich.
1997 Die Stadt Mühldorf übernimmt die Trägerschaft der Spielstube;
Weitere Spielgruppen werden durch Mütter im HdB ehrenamtlich geführt
1998 Die Selbsthilfe- Kontakt- und Informationsstelle entwickelt sich als Beratungsstelle und Gruppentreff
1999/2000 Bayrische Selbsthilfe-Fachtagungen in Mühldorf
2000 KiDS, der KinderDienst + Service, startet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Mühldorf/Pfarrkirchen. 10 jugendliche Kinderpflegerinnen helfen in Familien
2001 Krankenkassenverbände fördern die Selbsthilfe-Kontaktstellenarbeit
2002 Erfahrungswissen für Initiativen - EFI, Bundesmodellprojekt zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements
2005 Bundesmodellprogramm "Generationsübergreifende Freiwilligendienste" Folgeprojekt zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements
2006 Aus „KiDS“ wird MOFA - Mobiler Familienservice, aus dem Projekt im Haus wird eine eigenständige Einrichtung in Trägerschaft der AWO Mühldorf.
2007 Bewerbung als „Mehrgenerationenhaus“ - das Modell der Zukunft?
2007 Jubiläum 25 Jahre Haus der Begegnung
2008 Seit 01.01.2008 sind wir ein "Mehrgenerationenhaus"